_(This post has originally been published on LinkedIn and has been cross-posted here for conservation and accessibility.

It is published in German here, because it deals with intricacies of the Germany language, inclusion and proper syntax. But also because it blew up on LinkedIn, collected 100.000+ views and I do not want to tamper with the original post.)_

Bei der programmier.bar nutzen wir in unseren Texten gerne den Gender-Doppelpunkt — also „Entwickler:innen“ statt „Entwickler*innen“ oder gar „Entwicklern“. Vor kurzem haben wir aber in einem internen Workshop zum Thema Barrierefreiheit gehört: Für Screenreader sei das Sternchen eigentlich besser. Ein guter Anlass, nochmal tiefer einzutauchen.

Tatsächlich gibt es verschiedene Genderzeichen – Sternchen (*), Doppelpunkt (:), Unterstrich (_) oder neutrale Umschreibungen – und jede Variante bringt Vor- und Nachteile mit sich. Während der Genderstern vor allem in aktivistischen Kreisen beliebt ist und sichtbar für Inklusion steht, wird er von manchen Screenreadern leider nur als „Sternchen“ vorgelesen. Der Gender-Doppelpunkt hingegen ist leiser, wirkt typografisch dezenter – und wird von modernen Screenreadern meist mit einer hörbaren Pause gelesen, ohne das Symbol selbst auszusprechen. Gerade in puncto Barrierefreiheit und Lesefluss ist das ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

✅ Unser Fazit: Wir bleiben erstmal beim Doppelpunkt.

Er ist ein guter Kompromiss zwischen Lesbarkeit, technischer Barrierefreiheit und inklusiver Sprache. Sollte sich an der technischen Unterstützung etwas ändern, überdenken wir unsere Entscheidung gerne.

Jetzt interessiert uns eure Meinung: Welche Formulierungen nutzt und bevorzugt ihr – und viel wichtiger noch: Warum? Erklärt es uns gerne in den Kommentaren! Insbesondere wenn ihr selbst Screenreader nutzt!

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